Qualitätsstufen - Capricano Weinhandel

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Qualitätsstufen

Wissenwertes

VdT   Vino da tavola
Die niedrigste Qualitätsklasse entspricht dem österreichischen bzw. deutschen Tafelwein oder dem französischen Vin de table. Er darf auf dem Etikett weder eine Rebsorte, geographische Bezeichnung noch einen Jahrgang enthalten, sondern ausschliesslich nur mit Bianco (weiss) oder Rosso (rot) bezeichnet werden.

IGT   Indicazione Geografica Tipica

Die zweite Qualitätsstufe entspricht der österreichischen bzw. deutschen Stufe Landwein oder dem französischen Vin de pays. Er muss dem Wesen nach eine typische, geographisch bedingte Charakteristik haben. Als Bezeichnung kann er zum Beispiel eine Region wie Rosso di Toscana oder auch eine Rebsortenbezeichnung wie Moscato di Canelli tragen. IGT ersetzte die alte Bezeichnung Vino da tavola con indicazione geographica.

DOC   Denominazione di Origine Controllata
Diese Weine mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung müssen aus festgelegten Rebsorten, die in bestimmten Gebieten angebaut werden, nach festgesetzten Mengen und Methoden verarbeitet und ausgebaut werden. Manche DOC-Zonen produzieren nur einen Wein, andere mehrere in verschiedenen Farben, Rebsorten oder Arten. Als deutschsprachiges Pendant ist für Südtiroler Weine die Bezeichnung QbA (Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete) zulässig.

DOCG   Denominazione di Origine Controllata e Garantita
Diese Weine mit kontrollierter und garantierter Ursprungsbezeichnung repräsentieren die höchste italienische Ehrenklasse, die besonders hoch geschätzten Weinen die Echtheit garantiert. Seit 1992 wird nach französischem Beispiel bei DOC- und DOCG-Weinen auch die kontrollierte Nennung der Unterzone (sottozona), der Gemeinde (comune), des Ortsteils (frazione), der Kleinklimazone (microzona), des Weingutes (fattoria, cascina oder podere) und der Weinbergsparzelle (vigna oder vigneto) vorgegeben. Das heisst, dass diese Zusatzinformationen angegeben werden dürfen, aber nicht müssen. Der Zusatz Classico bezeichnet traditionelle Gebiete innerhalb eines Bereiches. Liegen die Qualitätsmerkmale wie Alkohol-Gehalt bzw. Höchstertrag über den gesetzlichen Anforderungen, so darf der Zusatz Superiore verwendet werden, bei längerer Fassreife Riserva. Die italienischen Weine der Qualitätsklassen DOC und DOCG unterliegen umfangreichen Normen und entsprechen dem französischen AOC-System. Die Bestimmungen sind per DOC-Gebiet unterschiedlich. Dazu zählen Rebsorten, Flaschenform, Mindestreifezeiten in Fässern und Flasche, Mindest-Alkohol-Gehalt, Mindest-Säure-Gehalt, Mindest-Netto-Trockenextrakt, Vorgaben für Farbe und Bouquet. Dies wird von speziellen Kommissionen überprüft, bevor der Wein verkauft werden darf. Im Jahre 1992 erfolgte unter Patronanz des Landwirtschafts-Ministers Goria eine Gesetzes-Reform mit der Zielsetzung, dass die geographische Herkunft der wichtigste Teil der Etikettierung sein soll. Die Weine oder Regionen können flexibel in der Qualitäts-Hierarchie auf- und absteigen. Das bedeutet, dass leistungsschwache DOC-Bereiche eliminiert werden. Wenn Weine ihre Qualität fünf Jahre aufrechterhalten haben, wird ihnen der DOC- und nach weiteren fünf Jahren der DOCG-Status zuerkannt. Dies ist auch für Unterbereiche und sogar Einzellagen (vigna) möglich, was als oberster Rang gilt. Es kann auch ein einzelner, hervorragender Markenwein DOCG-Status erlangen, wenn er Italien Ehre macht.



 
 
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