Rebsorten - Capricano Weinhandel

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Rebsorten

Wissenwertes

Albana di Romagna
Dieser Wein entstand aus selektierten Albana-Trauben, einer Sorte, die schon zur Römer-Zeit bekannt war. Eine Legende erzählt, der Name dieses Weines soll an die blonde Haarfarbe von Albana, Tochter eines römischen Kaisers, erinnern. Die Trauben, aus denen dieser Weißwein gekeltert wird, wachsen auf tonhaltigem Boden und in Nord-Ost-Lage im Weingut Colle del Re, im Herzen der Emilia Romagna. Der Wein hat eine strohgelbe Farbe und ein charakteristisches und einladendes Bouquet. Der Geschmack ist trocken, abgerundet und ausgeglichen. Er paßt vor allem zu Tortellini, Meeresfrüchten und Fisch oder als feiner und eleganter Aperitiv.

Amarone
Der Amarone ist einer der berühmtesten Weine Italiens, ein trocken ausgebauter Recioto della Valpolicella, ein Strohwein, der aus dem Most von luftgetrockneten, teilrosinierten Trauben, den gleichen Sorten wie für den normalen Valpolicella, erzeugt wird. Auf diese Weise entsteht ein tieffarbener, langsam reifender und sehr langlebiger Rotwein von mindestens 14, oft bis 17 % vol. Alkohol und mitunter ganz bemerkenswerter Rasse und Charakter, der, einer vielfach verwendeten, jedoch irreführenden Bezeichnung zum Trotz, nichts mit einer Trockenbeerenauslese gemein hat.

Aglianico
Die rote Rebsorte wurde möglicherweise schon im 7. Jahrhundert v. Chr. von den Phönikern aus Griechenland nach Neapel gebracht, worauf auch der Name (ellenico = hellenisch) hindeutet. Sie wird heute vor allem in den italienischen Regionen Apulien, Basilikata, Kalabrien, Kampanien, Molise und Sardinien kultiviert.  Die spät reifende Sorte bevorzugt tiefgründige Böden mit vulkanischen Untergrund. Sie erbringt tief rubinrote, tannin- und säurereiche Rotweine mit einem Pflaumen und Schokoladearoma, die extrem alterungsfähig sein können.

Arneis
Arneis dei Roeri ist ein italienischer Tafelwein, der nordwestlich von Alba aus der seltenen Arneisrebe erzeugt wird. Er ist jung zu trinken, feinblumig und fruchtig vollmundig - ein Wein, der mit seiner eleganten Art zu den besten Weißweinen des Piemonts gehört.

Barbaresco
Einer der großen, mit Leidenschaft zu genießenden Weine des Piemont ist der Barbaresco. Sein insgesamt 490 ha großes Anbaugebiet liegt in der Umgebung der Gemeinden Barbaresco, Neive, Treiso und Teilen von Alba, unweit des Barolo-Gebietes. Er wird ebenso wie der Barolo aus der Nebbiolotraube hergestellt und gilt gemeinhin als der etwas leichtere und weniger langlebige Verwandte des Barolo mit einer vorgeschriebenen, um ein Jahr kürzeren Faßlagerung, die je nachdem zwischen zwei und vier Jahren beträgt. Vielleicht erreicht der Barbaresco nicht ganz das Volumen und den Körper eines Barolo, doch kann ein Barbaresco eines erstklassigen Erzeugers nahezu jeden Barolo an Feinheit und Differenziertheit übertreffen und ein wahrhaft überragender Wein von außerordentlichem Charakter, Finesse und Rasse sein. Die besten von ihnen gehören sicherlich zu den ganz großen Weinen der Welt.

Barbera
Die Barberatraube ist eine in Italien und besonders im Piemont sehr verbreitete Rebsorte, aus der man einen tiefroten, vollmundigen, in seiner Jugend meist säurereichen Wein von typischem Bukett gewinnt, der sich nach einigen Jahren geschmacklich verfeinert. Obwohl der Barbera in Italien durchweg jung getrunken wird, kann er je nach Herkunft und Jahrgang vorzüglich altern und mit 10-15 Jahren ein geradezu klassischer Rotwein von beachtlicher Struktur und Charakter sein. Am besten ist in der Regel der Barbera d'Alba, dessen Fülle und Charakter der Barbera d'Asti zumeist nicht erreicht.

Bardolino
Sehr beliebter, ansprechender und meist leichter Rotwein, der in der Umgebung des gleichnamigen Dorfes an der Ostküste des Gardasees erzeugt wird. Wie der Valpolicella, der auf ganz anderen Böden etwa 15km weiter östlich gewonnen wird, wird der Bardolino vornehmlich aus Corvina, Rondinella-,Molinara- und Negraratrauben bereitet. Er ist in der Farbe kaum dunkler als ein dunkler Rosé, ist am besten im Alter von ein bis drei Jahren, enthält selten mehr als 11 % vol. Alkohol und ist ein fruchtiger, heiterer, keinesfalls sonderlich exquisiter Wein, doch einer der köstlichsten der Provinz Verona. Übrigens wird der Bardolino auch als spritziger Rosé hergestellt; er darf dann die Bezeichnung Chiaretto führen und kann noch besser als der Rote sein.

Barolo
Der Barolo ist einer der besten italienischen Rotweine, aus einem kleinen Gebiet in den Langhe in Piemont stammend, den man gerne als "Wein der Könige und König der Weine" bezeichnet. Ein herausragender Barolo ist gewiß ein unvergleichlicher Wein und dank seiner wahrhaft königlichen Eigenschaften eines der Prunkstücke des italienischen Weinbaus. Er stammt aus der Nebbiolotraube aus einem knapp 1.100 ha großen, hügeligen Bereich um das Dorf Barolo und muß, je nach Qualitätsstufe, drei bis fünf Jahre gelagert werden, davon mindestens zwei Jahre im Eichen- oder Kastanienholzfaß. Es bedarf jedoch in der Regel einer anschließenden mehrjährigen Flaschenlagerung zur Entfaltung eines optimalen Geschmackeindruckes. Sehr körperreich, zählt der Barolo zu den am langsamst reifenden großen Rotweinen der Welt. Er ist tieffarben, kraftvoll und langlebig. Der beste Barolo ist wahrhaft außergewöhnlich.

Blanc des Rosis
Ein Wein, der aus dem Verschnitt von vier weißen Traubensorten gekeltert wird: Tocai Friulano, Pinot Bianco, Sauvignon und Malvasia. Höchster Ausdruck der Markenphilosophie, alle vier Rebsorten entfalten ihre potentiellen Qualitätseigenschaften, ohne daß jedoch eine hervorschmeckt. Das ausgewogene Gleichgewicht zwischen Säure, Körper und Substanz des Weines verleihen ihm die Eigenschaft, mit der Zeit seine vielschichtige und aromatische Harmonie zu entfalten. Im Duft intensiv und vielschichtig, vervollkommnen die vier Traubensorten gemeinsam diesen Wein ohne daß eine der Komponenten im Bukett überwiegt.

Breganze Bianco
Nördlich von Vicenza gelegener Weinbaubereich des Veneto, in dem einige weiße wie rote DOC-Weine in allgemein guter Qualität hergestellt werden. Der Breganze Bianco besteht aus 85% Tocai und 15% Pinot Bianco; ein sehr fruchtiger, frischer und lebendiger Weißwein mit einer Erinnerung an Akazienblüten. Im Geschmack samtig und elegant.

Breganze Rosso
Aus den Breganzer Weingärten werden 40% Cabernet Sauvignon, 30% Cabernet Franc und 30% Merlot ausgewählt, um daraus diesen hervorragenden Rotwein zu schaffen. Tief rubinrot schimmert er im Glas, von Granatfarbe eingefaßt. Sein Aroma verknüpft Elemente von reifen Beerenfrüchten, Heu, Lakritz und Holz. Im Mund entfaltet der Brentino einen vollen Körper, trocken, mit perfekt ausbalanciertem Säuregrad. Der Reifeprozeß vollzieht sich zunächst durch den Ausbau in kleinen Eichenfässern und vollendet sich in der Flasche.

Brunello di Montalcino
Einer der bemerkenswertesten Rotweine der Toskana, der südlich von Siena in der Umgebung von Montalcino aus der sogenannten "Sangiovese grosso-Traube" erzeugt wird. Für diesen Wein ist eine vierjährige Lagerung vorgeschrieben, davon mindestens 3 1/2 Jahre im Eichen- oder Kastanienfaß (so entsprechend den jüngsten DOCG-Bestimmungen). Obgleich dem Brunello die Rasse eines erstklassigen Vino Nobile di Montepulciano und die Finesse eines Sassicaia fehlt, ist er dennoch fraglos ein hervorragender Wein: Sehr gehalt- und charaktervoll, dabei nuancenreich und sehr differenziert, gehört er zu den vorzüglichsten Rotweinen der Toskana.

Cabernet Franc
Wie der Cabernet Sauvignon aus der Bordeaux-Gegend importierte Rebsorte, wo sie als Königin der Rotweine betrachtet wird. Eine üppig gedeihende Rebsorte, die nicht sehr große, eher spärliche Trauben trägt. Im Winzereigebiet von Mario Schiopetto wird sie in mittleren Hanglagen angebaut, da es sich um eine Rebenart handelt, die lockere und tonarme Böden bevorzugt. In der Farbe rubinrot mit violetten Reflexen, zeigt sich im Bukett der Kräuterduft; der typische Kräutergeschmack dieser Sorte ist deutlich schmeckbar! Gute Ausgewogenheit bei den Säure- und Gerbsäureanteilen

Cabernet Sauvignon
Cabernet ist der Name zweier erstklassiger Rotweinreben mit führendem Anteil an den größten Weinen des Bordeaux - Anbaugebietes. Die kleinere und weniger ergiebige Cabernet Sauvignon-Traube ist die wohl beste rote Rebsorte überhaupt. Sie liefert einen langlebigen, langsam reifenden Wein von herausragendem Charakter und Vornehmheit, Reichtum und Eleganz. In der Farbe intensiv und dunkelrot, wirkt er auf der Zunge edel mit einem großartigen Abgang

Castellaccio Rosso
Der Castellaccio Rosso ist ein toskanischer Rotwein (Barrique-Ausbau). Für diesen Wein werden ausschließlich ausgewählte Sangiovese Rosso- und Cabernet Sauvignon-Reben verwendet. Nachdem die Rebstöcke zuvor sorgfältig ausgelichtet und die Reben anschließend in kleinen Holzkästen behutsam gelesen wurden, werden die Trauben einem speziellen Gärungsprozeß unterzogen, um eine kräftige Blume und ausdrucksstarke Struktur zu erhalten.

Chardonnay
Die Chardonnaytraube ist eine der besten Weißweintrauben, deren erlesener Qualität nur der Riesling gleichkommt. In Frankreich werden daraus trotz ihrer äußerst geringen Hektarerträge sämtliche großen weißen Burgunder, wie Chablis, Montrachet, Pouilly-Fuissé u.a. gewonnen. Auch die Weißweintraube des Champagners ist der Chardonnay. In Italien bringt sie einige höchst bemerkenswerte Ergebnisse hervor, und auch in Kalifornien wird einer der besten Weißweine der USA aus der gleichen Rebe bereitet. Ein Chardonnay ist von intensiver goldgelber Farbe, von reichhaltigem Duft, mit Nuancen von reifen Früchten; im Mund ist er von reicher Struktur, von großer Feinheit und Weichheit.

Chianti
Der Chianti ist für viele der Inbegriff italienischen Weins schlechthin. Mit seiner strohumflochtenen Flasche, dem fiasco, gilt er als nahezu vollendeter Ausdruck italienischer Lebensfreude. Der Chianti ist ein Wein mit ältesten Ursprüngen, aber erst im Mittelalter begann man, mit diesem Namen statt des geographischen Gebiets den Wein, der aus ihm stammte zu bezeichnen: den Chianti. Als Chianti classico bezeichnet man den Chianti, der aus der klassischen Anbauzone, einem genau festgelegten Gebiet zwischen Florenz und Siena stammt. Dieses ursprüngliche Chianti-Gebiet, eine bezaubernde Hügellandschaft inmitten der Toskana, erzeugt auch heute noch etliche der herausragendsten Chianti. Dieser Wein muß eine laut DOC-Gesetz vorgeschriebene Zeit der Faßlagerung hinter sich haben, die beim vecchio auf zwei und beim riserva auf drei Jahre ansteigt, und aus ganz bestimmten Rebsorten ( Sangioveto, Canaiolo, Trebbiano und Malvasia) erzeugt werden. Ein Chianti Classico ist je nach Jahrgang von leuchtend rubinroter z.T. eher heller Farbe und eindrucksvollem, nicht zu üppigem Körper und kann eine ganz und gar ungewöhnliche Finesse und Eleganz aufweisen.

Chiaretto
Chiaretto ist die ortsübliche Bezeichnung für den Roséwein vom Südwestufer des Gardasees, den Riviera del Garda. Der köstliche Wein ist sehr ansprechend, recht leicht, erfrischend, spritzig und besitzt die Farbe eines Rosenblattes mit leichten rubinfarbenen Reflexen. Er wird jung getrunken und in den Straßencafés des Anbaugebietes gern offen ausgeschenkt. Auch der heute in der Regel bessere, als Rosé ausgebaute Bardolino vom Ostufer des Gardasees, darf als Chiaretto bezeichnet werden.

Colli Albani
Colli Albani ist ein trockener oder leicht süßlicher, ansprechender Weißwein aus den Albaner Bergen südöstlich von Rom. Er gehört zu den Weinen der Castelli Romani.

Corvina
Die rote Rebsorte wird vor allem im Nordosten Italiens kultiviert. Sie wird hauptsächlich in Venetien, wo sie die dominierende Sorte in den DOC-Rotweinen Bardolino und Valpolicella ist, sowie in der Lombardei angebaut. Die spät reifende Sorte besitzt dickschalige Beeren und erbringt farbkräftige, fruchtige Rotweine mit typischem Sauerkirschen-Aroma. Sie ist besonders gut für das Verfahren Recioto (Trocknen der Weintrauben) geeignet, weil sie dabei ihre Eigenschaften behält. Dies wird beim Amarone genutzt. Durch DNA-Analysen in San Michele all’Adige wurde eine Verwandtschaft mit der Rondinella festgestellt. Sie ist jedoch nicht (wie lange vermutet) mit der Sorte Corvinone identisch oder verwandt.

Dolcetto dÁlba
Dolcetto ist eine italienische Rotweinsorte, die besonders im südlichen Piemont weit verbreitet ist und einen trockenen, charaktervollen, dabei mitunter sehr charmanten, feinen und eleganten Rotwein liefert. Der Wein wird in etlichen Gemeinden der Langhe und des Monferrato erzeugt, wobei der beste vermutlich der Dolcetto d'Alba ist. In der letzten Zeit ist der Dolcetto d'Alba in der Tat immer mehr geschätzt worden, wegen seiner rötlich-violetten Farbe, seines charakteristischen Geruchs und des ihm eigenen Nachgeschmacks von Bittermandeln. Es heißt diesbezüglich, daß der Dolcetto d'Alba "barolisiert", das heißt, daß er reicher an Farbe, an Alkohol ist, daß er sich mit seiner Reifung von zwei oder drei Jahren verfeinert und Gaben entwickelt, die es ihm erlauben, mit den besten Barolo in Wettbewerb zu treten. Zwar erreicht der Dolcetto nicht die Fülle und Rasse eines Barolo oder Barbaresco, doch ist er ein hervorragender, früh reifender, harmonischer Wein für nahezu alle Gelegenheiten; und er wird von manchem vorgezogen, da er leichter und feiner ist.

Franciacorta Bianco
Terre di Franciacorta ist der Name mitunter ausgezeichneter Weine, die nordwestlich von Brescia in der östlichen Lombardei erzeugt werden. Dieser Weißwein der Kellerei Ca' del Bosco wird aus Chardonnay- und Weißburgunder-Trauben hergestellt, ist frisch, duftig, fruchtig, lebhaft und geschmeidig.

Franciacorta Rosso
Terre di Franciacorta Rosso ist der Name mitunter ausgezeichneter Weine, die nordwestlich von Brescia in der östlichen Lombardei erzeugt werden. Der Rotwein wird aus Cabernet (50%), Barbera, Nebbiolo und Merlot hergestellt. Ein schöner Rotwein, von intensivem Geschmack, duftend, fruchtig, mit einem Hauch von Kräutern, von solider Struktur und großer Feinheit.

Frascati
Frascati ist ein Städtchen in den Albanerbergen südöstlich von Rom. Sein Weißwein zählt zu den bekanntesten der Castelli Romani und erfreut sich großer Beliebtheit. Er kommt entweder als trockener, goldfarbener, körperreicher, im allgemeinen 12% vol. Alkohol enthaltender oder - heute seltener - als lieblicher Wein, dessen bessere Sorten als Superiore bezeichnet sind, in den Handel.

Freisa
Die rote Rebsorte ist eine Spezialität der italienischen Region Piemont. Hier ist sie seit dem Jahre 1799 nachgewiesen. Die Sorte erbringt hellpurpurrote, säure- und tanninreiche Rotweine. Es wird vermutet, dass die Freisa mit der Sorte Barbesino identisch ist. Das Bouquet und die Farbe erinnert an Erdbeeren, bei trockenem Ausbau haben die Weine einen leicht salzigen Geschmack. Der italienische König Viktor Emanuel II. (1820-1878) zählte ihn zu seinen Lieblingsweinen. Nachdem die Sorte jahrzehntelang im Schwinden war, wird sie nun wieder in größerem Umfang kultiviert.

Galestro
Ein neuer Weißwein aus dem Chianti-Gebiet in der Toskana, der hauptsächlich aus Trebbiano erzeugt wird. Im Gegensatz zu allen übrigen italienischen Weinen hat er einen vorgeschriebenen Maximalalkohol von 10.5%vol., muß bei niedrigen Temperaturen vergoren werden und eine spürbare Säure aufweisen. Als solcher kann der Wein fruchtig, leicht und ansprechend sein. Als Aperitiv, zu leichten Speisen oder einfach zur Erfrischung.

Gavi
Der Gavi ist ein aus der Cortesetraube hergestellter trockener Weißwein aus der Umgebung des Städtchens Gavi im Piemont. Er wird auch als Cortese di Gavi bezeichnet, erfreut sich zunehmender Beliebtheit und gilt heute als der hervorragendste Weißwein des Piemonts. Wenn voll gelungen, ist er ein frischer, jung zu trinkender, rassiger, feiner und sehr differenzierter Wein.

Grappa
Die Chronik des Grappa: der italienische Grappa ist von seinen Ursprüngen her ein Getränk der Landbevölkerung Venetos. Hier besaßen die Feudalherren und Pfarreien die besten Weinlagen, den armen Bauern und Tagelöhnern blieb nur der ausgepreßte Trester, der nicht verwertbare Rest der Weinbereitung. Die Bauern kamen dann auf die Idee den Trester zu destillieren, um daraus einen kräftigen, derben Schnaps zu gewinnen. Zuhause ist der Grappa also ursprünglich in den nördlichen Regionen Italiens. Seit sich aber der Grappa vom Ersatzgenuß der armen Leute zu einem Modegetränk gewandelt hat, haben auch andere Provinzen mit der Destillation ihres Tresters begonnen. Der Grappa ist ein typisches Produkt der Landschaft und seines Weines, Grappe aus Piemont schmecken anders als im Veneto und im Friaul wiederum anders als im Trentin. Mittlerweile fallen unter die Bezeichnung Grappa auch Weindestillate, die im Geschmack sehr weich sind und höchster Qualität entsprechen.

Gravello
Der preisgekrönte Gravello ist ein erneuter Beweis für die perfekte Kombination aus Tradition und Innovation, die von der Kellerei Librandi in jahrelanger Forschung ausgearbeitet wurde. Der Wein wird zwölf Monate lang in kleinen Barrique-Fässern gelagert und erhält so seine unvergleichliche Struktur. In der Farbe ist er leuchtend rubinrot mit purpurnen Reflexen, im Geschmack samtig und rund.

Grignolino
Grignolino ist eine ausgezeichnete italienische Rotweinsorte und der aus ihr in Piemont bereitete Wein. Zumeist stammt er aus der Gegend von Asti, doch kann mitunter der Grignolino del Monferrato Casalese bzw. der von Portacomara, Castagnole und Roechetta Tanaro (die letzten drei ohne DOC) noch besser sein. Da die Traube nur äußerst wenig Farbe gibt, ist echter, unverschnittener Grignolino von mehr oder weniger hellem Rubinrot mit leichten Orangereflexen, fast ein Rosé (obwohl nicht weiß gekeltert), mit charakteristischer Blume, dabei für einen italienischen Rotwein vergleichsweise leicht, rassig (wenn jung) und mitunter sehr elegant.

Groppello
Der Groppello ist eine italienische Rotweinsorte, die insbesondere in der Lombardei, am Südwestufer des Gardasees, verbreitet ist. Der typischste Rotwein vom westlichen Ufer des Gardasees; ein weiniger, zarter Rotwein von rubinroter Farbe, vollem Geschmack und harmonischem Gleichgewicht zwischen Körper und Zartheit. Aufgrund dieser Eigenschaften und seinem nie unter 12% liegenden Alkoholgehalt empfiehlt es sich, den Wein zu leichten Fleisch- und herzhaften Nudelgerichten zu trinken.

Lambrusco
Der Lambrusco ist eine italienische Rebsorte und der aus ihr bereitete, leicht schäumende Rotwein. Als bester gilt allgemein der Lambrusco di Sorbara, neben dem es den Lambrusco Salamino di Santa Croce, den Lambrusco Grasparossa di Castelvetro und den verbreitesten, den Lambrusco Reggiano gibt (alle mit DOC-Prädikat). Im Gebiet der Provinzen Reggio Emilia und Modena, zwischen den Hängen der Hügel und der natürlichen Grenze, die der Po bildet, und die die Zone von der Provinz Mantua trennt, finden sich die Weinberge des Lambrusco. Der Lambrusco hat eine wahre Hegemonie über dieses Gebiet errichtet und der Kontrast mit der kleinen Oase, in der der Bianco di Scandiano produziert wird, läßt dies noch deutlicher hervortreten. Während die drei Lambrusco-Arten aus Modena aus einer bestimmten Rebsorte gekeltert werden, vereint der Lambrusco Reggiano unterschiedslos alle Sorten. Sie werden entweder trocken oder lieblich ausgebaut, sind von rosa bis rubin- oder granatroter Farbe, im Geschmack süffig, frisch und harmonisch.

Lugana
Lugana ist ein kleines Weinbaugebiet am Südufer des Gardasees in der Lombardei mit einem mitunter hervorragenden trockenen Weißwein. Er wird aus der Trebbiano di Lugana - Traube (mit erlaubtem Zusatz von maximal 10% anderen Trauben) erzeugt und kann von höchst delikater, fruchtiger, frisch - spritziger Art sein. Er dürfte damit der beste Weißwein des Gardasees sein. Der S. Onorata repräsentiert die wichtigste Lugana-Selektion der Kellerei Visconti; der erhöhte Alkoholgehalt gibt nicht nur dem Wein eine gute Struktur, sondern ist auch der Beweis einer besonderen Sorgfalt in der Führung der Weinberge.

Marzemino
Hochwertige italiensche Rebsorte und der aus ihr in Norditalien bereitete Rotwein. Am bekanntesten dürfte der Marzemino del Trentino sein, ein charaktervoller, vollmundig-samtiger, vergleichsweise leichter Rotwein.

Merlot
Der Merlot ist eine aus Frankreich importierte Traubensorte, die aus der Bordeaux-Gegend stammt und wie Cabernet zur berühmten Gruppe der Médoc-Weine gehört. Sie verleiht vielen berühmten Rotweinen Weichheit, Frucht, Geschmeidigkeit und Charme. Auch außerhalb des Bordeauxgebietes trifft man heute in zunehmendem Maße auf den Merlot, so im Nordosten Italiens, an den Colli Berici, am Piave, im Collio wie überhaupt in Friuli Venezia Giulia. Ein Merlot ist von intensiv rubinroter, leuchtender Farbe mit einem fruchtig, beerigen Duft und einem süffigen und harmonischen Weinbukett.

Moscato
Moscato ist die italienische Bezeichnung für die in vielen Regionen des Landes verbreitete weiße Muskatellerrebe und die aus ihr bereiteten unterschiedlichen Weine. Dies können (selten) trockene Weißweine sein; häufiger sind sie als Schaumweine, allen voran selbstverständlich der Moscato d'Asti (spumante), anzutreffen. Bei diesen handelt es sich z.T. um die Schaumweinform der verbreitesten Art, Moscatoweine herzustellen, nämlich als süße Dessertweine.

Nebbiolo
Die Nebbiolotraube ist eine der herausragensten italienischen Rotweintrauben und eine der besten der Welt. Der Name wird von nebbia (Nebel) abgeleitet: Die Nebbiolorebe gedeiht nämlich dort am besten (und liefert auch die bedeutendsten Weine), wo im September morgens häufig Nebel herrscht, wie im Piemont und im Norden der Lombardei. Hier bringt sie so glänzende Weine wie Barolo und Barbaresco hervor. Darüber hinaus und selbst in weniger guten Weinbaugebieten gewinnt man aus der Nebbiolotraube beachtliche Rotweine, die meist einfach unter dem Namen der Traube in den Handel gebracht werden, von denen der Nebbiolo d'Alba der bedeutendste sein dürfte: ein mittelkräftiger, nachhaltiger und charaktervoller Rotwein. Die Nebbiolotraube ist wenig ergiebig und gedeiht am besten in Hang- bzw. Steillagen. Von dort kommend verleiht sie den aus ihr bereiteten Weinen Körperreichtum, große Säure und Kernigkeit und einen ziemlich hohen Alkoholgehalt (13,5-14,5% vol.). Diese Weine reifen sehr langsam und sind in guten Jahren äußerst langlebig, wirklich ausgezeichnet und von hohem Rang.

Novello
Die Rebstöcke von Refosco dal Peduncolo Rosso liefern die ideale Traube für die Herstellung des Vino Novello. Unter diesen Trauben werden die besten mit der Hand bei der Weinlese geerntet und mit Sorgfalt in hermetisch abgeschlossenen Tanks abgelagert, damit die Weinbeeren unversehrt bleiben. Die karbonische Gährung beginnt nun; durch dieses System beginnt im Innern der Weinbeeren die Fermentation, was die Transformation von Zucker in Alkohol bedeutet. In wenigen Tagen erhalten wir einen samtigen und fruchtigen Wein mit einer intensiven veilchenblauen Farbe von Rubin, und einem charakteristischen wohlriechenden Duft des Weines. Vino Novello kann mit einer Temperatur von 12-14 C° zu jeder Gelegenheit getrunken werden.

Orvieto
Orvieto ist eindrucksvoll auf einem Tuffsteinfelsen über dem Chianital im südlichen Umbrien gelegen und seit langem nicht nur für seinen gotischen Dom, sondern auch für seinen Weißwein berühmt. Dieser war, solange er noch traditionell in den Tuffsteinkellern unter der Stadt vergoren wurde, meist von leichter, einschmeichelnder Süße (abboccato und amabile). Heute ist der Wein meist trocken (secco), und der beste kann fruchtig, rassig und gehaltvoll sein, kein großer Wein, doch sicherlich sehr angenehm. Dieser kommt heute durchweg in hellen Bordeaux-Flaschen in den Handel, da die alten, kleinen strohumflochtenen Flaschen, die Pulcianelle, längst ausgestorben sind. (Decugnano dei) Barbi, Barberani, Le Velette, Petrurbani, Castello della Seala (Antinori) u. a. gelten als führende Erzeuger, die über das Durchschnittsniveau erfreulich herausragen.

Picolit
Picolit war einst der berühmteste, gegenwärtig ist er gewiß einer der teuersten Weine Italiens. Es handelt sich um einen goldgelben Wein mit hohem Alkoholgehalt (15-18% vol.), der alles von ganz trocken bis sehr süß sein kann. Der Wein wird aus der Picolitrebe erzeugt, die zu äußerst starkem Verrieseln neigt, was zusammen mit dem Herstellungsverfahren aus halbgetrockneten Trauben zu extrem niedrigen Erträgen führt. Die Verbreitung der Rebe ist aus diesen Gründen recht gering, geht jedoch über die Colli Orientali del Friuli hinaus, aus denen sie ursprünglich stammt und wo sie heute allein DOC-Status besitzt.

Pino blanc
Pinot blanc ist die weiße Variante der Pinot-Familie, aus der etliche hervorragende Weißweine stammen, die jedoch nicht mit dem Chardonnay identisch ist. In Frankreich steht er weitgehend im Schatten des Chardonnay und gilt in Burgund nur als untergeordnete Ergänzungssorte. Seine Hauptrolle in Frankreich spielt er wohl im EIsaß, wo einige beachtenswerte Weine aus ihm erzeugt werden. In Deutschland ist er als Weißer Burgunder bekannt und mit 872 ha vertreten, die sich vor allem in Baden, der Rheinpfalz und in Rheinhessen befinden, wo er z.T. vorzügliche Weine liefert. In Österreich steht er mit 2017 ha an vierter Stelle unter den Weißweinsorten und liefert in der Steiermark (wo er von einigen auch mit dem Morillon gleichgesetzt wird, was fragwürdig erscheint), in Wien, Gumpoldskirchen und dem Burgenland mitunter hervorragende Weine. Die vielleicht besten Weine von ihm kommen aus Norditalien, aus dem Collio und übrigen Gebieten von Friuli-Venezia Giulia, aus Südtirol, dem Trentino, den Colli Berici (wo er als Pinot bianco bekannt ist) und anderen Gebieten.

Pino Grigio
Pinot Grigio ist die italienische Bezeichnung für den Pinot gris. Dieser ist eine echte Variante der herausragenden Pinot-Familie, die in Deutschland als Ruländer und im Elsaß als Tokay d'Alsace bekannt ist. Die reifen Trauben zeigen eine ins Graue spielende Rosafärbung und liefern bisweilen ganz ausgezeichnete Weine. Von hell goldgelber Farbe mit leicht kupferfarbenen Reflexen, im Geruch frisch mit einer blumigen Duftnote; im Geschmack fein, harmonisch und vollmundig!

Pinot Nero
Die Pinot Noir-Traube ist der wohl bedeutendste Vertreter der illustren Pinot-Familie, der wir sämtliche großen Rotweine aus dem Burgund verdanken. Als Pinot nero begegnen wir ihm in Italien. In Deutschland ist er mit 3896 ha für praktisch alle beachtenswerteren Rotweine als Spätburgunder verantwortlich. Nach 12 Monaten in franz. Eichenfässern erlangt er seine Personalität, danach reift er noch 1 1/2 Jahre in der Flasche. Ein Wein für die Liebhaber der Feinheit und Eleganz!

Prosecco Spumante
Prosecco wird aus der weißen Rebsorte der Marca Trevigiana gewonnen. Der aus ihr bereitete liebliche oder trockene Schaum- oder Perlwein, ist in Italien sehr beliebt. Unser Prosecco di Valdobbiadene/Canevel wird mit Prosecco-Trauben aus Vadobbiadene und Chardonnaytrauben aus Refrontolo erzeugt. Von allen herkömmlichen Schemen und Techniken abweichend hergestellt, handelt es sich um einen Prosecco, der weich und seidig auf der Zunge ist, mit den typischen Düften von Äpfeln und Mittelmeeraromen. Cartizze: Die Trauben, die in den edlen Weinbergen, die fast senkrecht von den Hügeln von Cartizze abfallen, heranreifen und sich bis Anfang des Winters halten, geben einen fruchtigen, fast aromatischen Wein mit einzigartigem Charakter und Geschmack: den "Cartizze". Beim "Il Millesimato" handelt es sich um einen Wein aus Prosecco-Trauben, die in eigenen, ausgewählten autochthonen Weinbergen im DOC-Gebiet von Valdobbiadene heranwachsen. Die langsame Sprudelbildung im Frühling verleiht dem Spumante sein fruchtiges und blumiges Aroma (Apfel und Pfirsich stehen in Harmonie mit Tropenfrüchten) und einen duftigen Geschmack, der Harmonie und Feinheit zu seinen Besonderheiten macht.

Prosecco "Tranquillo"
Im herrlichen DOC-Gebiet von Valdobbiadene gedeiht ein Prosecco, der wegen seiner Struktur und Persönlichkeit, ohne "Bläschen" abgefüllt werden kann. Die Trauben, die man länger reifen läßt als die für den Spumante bestimmten, werden besonders leicht ausgepreßt. Wegen seiner Leichtheit und seines geringen Alkoholgehalts ist dieser Wein sehr beliebt. Lebhaft leuchtend, strohfarben mit Grünreflexen, einem Aroma von grünem Apfel mit einer harmonischen Note nach Mittelmeergewürzen, ist dieser Wein im Geschmack trocken und frisch.

Recioto
Berühmter Wein aus teilrosinierten Trauben, der hervorragend fruchtig und von intensivem Aroma sein kann. Traditionellerweise wurde so der Recioto della Valpolicella erzeugt, ein körper- und alkoholreicher, süßer Rotwein, der mitunter an einen ungemein leichten Portwein erinnert.

Refosco
Der Refosco heißt vollständig "Refosco dal Peduncolo Rosso"; dieser rotstielige Refosco ist die traditionelle rote Rebsorte im Friuli Venezia Giulia. Ihre besten Ergebnisse erreicht sie im Bereich Colli Orientali del Friuli, wo sie einen wirklich bemerkenswerten Rotwein von intensiver Farbe und Bukett und großer Ausdruckskraft und Charakter hervorbringen kann.

Rivarossa
Der Wein wird aus dem Verschnitt der folgenden Traubensorten hergestellt: Merlot, Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon. Sein Name ist geographischen Ursprungs: er stammt von einer in Gemeindekarten so benannten, weil speziell für Rotweine geeigneten Zone, die sich innerhalb der Weinberge des Betriebes Schiopetto befindet. Er ist ein ganz besonderer Wein mit warmem und rundem Geschmack, in dem das Aroma von Schokolade, Lakritze und Nüssen anklingt; mit einem vollmundig intensivem Weinbukett mit warmem Kräuterduft, in dem ein Hauch von Vanille und Gewürzen spürbar ist.

Roccato
Ausschließlich aus Trauben der Fattoria Rocca delle Macìe gewonnen; 50% Sangiovese del Chianti und 50% Cabemet Sauvignon - Trauben. Besonders langsame Vergärung, ein Jahr Reifung in Barriques, ein weiteres Jahr Reifung in der Flasche. Neue Spitzensorte des Hauses! Dieser Wein hat beim Banco d'Assagio in Torgiano im November 1994 den ersten Preis in seiner Kategorie erhalten. Eng limitiert.

Rosé
Ein Roséwein ist nicht etwa ein Verschnitt aus Rot- und Weißwein (dies wäre ein Rotling oder Schillerwein), sondern ein eigenes Produkt, das normalerweise ausschließlich aus Rotweintrauben bereitet wird und seine helle Farbe zumeist dem Umstand verdankt, daß die Trauben weder vollständig mit den Beerenhülsen (wie bei allen Rotweinen) noch vollständig ohne diese (wie bei Weißweinen), sondern teilweise an der Maische vergoren werden. Rosés werden in fast allen Weinbauländern hergestellt. Die besten italienischen Rosés stammen meist aus Lagrein, Marzemino, Montepulciano, Bombino nero u.a. Rebsorten und kommen vom Gardasee (Chiaretto), aus dem Trentino und Südtirol. Im Vergleich dazu sind deutsche Rosés meist leichter, blaßfarbener, oft rassiger und spritziger, doch meist von geringerem Körper.

Rosso di Montalcino
Ein Brunello, der laut Gesetz keiner sein darf, da er statt der für ihn vorgeschriebenen mindestens vierjährigen Holzfaßlagerung nur 1-2 Jahre im Faß gereift ist. Er ist dann ein ungleich jugendlicherer, fruchtiger und charmanter Rotwein, der durchaus über Rasse und Charakter verfügt und in seinen Spitzen zweifellos hervorragend ist.

Sangiovese
Sangiovese ist eine ausgezeichnete italienische Rotweinsorte, die meist als "Sangiovese piccolo" in ganz Italien verbreitet ist. Ihre Heimat dürfte vermutlich in der Toskana sein, wo sie ebenso wie in der Emilia-Romagna eine der wichtigsten Rotweinsorten darstellt. Auf sie entfällt der Hauptanteil beim Chianti; der Sangiovese di Romagna stammt aus ihr. In der Variante "Sangiovese grosso" ist sie für den Brunello di Montalcino und als "Prugnolo gentile" weitgehend für den Vino Nobile di Montepulciano verantwortlich. Der Sangiovese di Romagna ist ein Allerweltswein aus der östlichen Emilia-Romagna, ein Rotwein für alle Tage und ohne größere Ansprüche. Dabei kann die Rebe bei entsprechender Pflege, Böden und Vinifikationsverfahren durchaus mehr leisten. Und in der Tat gibt es einige Erzeuger, die in der Romagna einen ganz beachtlichen Rotwein aus ihr erzeugen, weit über den schlichten Durchschnitt hinausragend und durchaus mehrere Jahre lager- und entwicklungsfähig. Die Abfüllungen von Vallunga, Spalletti und Umberto Cesari gehören zu den besten.

Sauvignon
Der Sauvignon blanc ist eine glänzende, weiße Rebsorte, qualitativ vielleicht nur noch vom Chardonnay und Riesling übertroffen. Sie stammt ursprünglich aus dem französischen Südwesten, wo sie noch heute eine führende Rolle unter den Weißweinsorten spielt. Hauptverbreitungsgebiet in Frankreich ist die Loire, wo sie z.T. als Blanc-Fumé bezeichnet wird und so herausragende Weine wie den Pouilly-Fumé und den Sancerre liefert. Desweiteren ist sie in Norditalien weit verbreitet, wo sie beachtliche Ergebnisse in Südtirol, im Collio, in den Colli Berici und in den Colli Bolognesi hervorbringt. Der quantitativ geringfügige Ertrag dieser Rebsorte wird durch die hohe Qualität dieses Weines gänzlich ausgeglichen. Ein klarer Wein von leuchtender gelber Farbe mit einem kräftigen und nachhaltigen Bukett; trocken im Geschmack, rund und komplex, wobei die Duftnote intensiv und vollmundig auch im Geschmack anklingt.

Schioppettino
Schioppettino ist ein bemerkenswerter italienischer Rotwein, der insbesondere in Prepotto in den Colli Orientali del Friuli aus der sonst kaum anzutreffenden Ribolla nera (z.T. auch Schioppettino genannt) erzeugt wird. Er ist ein äußerst delikater, samtiger, charaktervoller und langlebiger Wein, der, obgleich zu den herausragendsten Rotweinen Italiens zählend, wie so häufig nur die Bezeichnung Tafelwein führen darf, da das entsprechende DOC-Dekret nur die für Weißweine zulässige Ribolla gialla kennt. Der mit Abstand beste Schioppettino dürfte von Ronchi di Cialla stammen.

Soave
Der Soave gilt als der berühmteste Weißwein des Veneto und einer der besten Italiens mit altem Ruf. Er wird östlich von Verona am Südrand der Alpen aus Garganegatrauben erzeugt, denen bis zu 30% Trebbiano hinzugefügt werden darf. Der Wein ist nach der mittelalterlichen Stadt Soave benannt, jedoch darf der Soave classico außerdem noch aus dem benachbarten Monteforte d'Alpone kommen. Nicht-classico-Sorten dürfen nur in festgelegten Gemeinden der Umgebung erzeugt werden. Ein guter Soave ist ein heller, ausgezeichneter, frischer Wein, äußerst angenehm, mitunter hervorragend

Syrah
Syrah ist eine nicht sehr ertragreiche, aber qualitativ hervorragende Rotweinsorte, die schon in römischer Zeit nach Südostfrankreich gekommen sein soll, wo sie heute ca. 5400 ha Rebfläche einnimmt. Sie liefert einen tieffarbenen, spätreifen Wein mit hohem Extrakt- und Tanningehalt und einer ganz besonderen, eindringlichen Blume. Aus ihr stammen die hervorragendsten Rotweine des Rhônetals, allen voran der Côte Rôtie und der rote Hermitage. In anderen Rotweinen des Südostens ist sie mit mehr oder weniger großen Verschnittanteilen enthalten, so im Châteauneuf-du-Pape u. a. Weinen. Die Syrah ist heute noch sehr viel verbreiteter in Australien, wo sie als Shiraz oder Hermitage bezeichnet wird.

Tignanello
Man hat den Tignanello als »il delizioso miracolo« bezeichnet, und dieses köstliche Wunder findet zu einem nicht unerheblichen Teil im Keller statt. Nicht daß die Herkunft des Weins unbedeutend wäre: Er kommt aus der Toskana, genauer aus Santa Cristina im Val di Pesa, also aus dem Gebiet des Chianti classico; wie dieser wird er hauptsächlich aus Sangiovese erzeugt. An die Stelle der ursprünglichen Zusätze von Canaiolo (und Malvasia) ist ab dem Jahrgang 1978 Cabernet (mit etwa 10 %) getreten. Doch der Wein, der daraus hervorgeht, ist weder ein Chianti noch ein toskanischer Wein im traditionellen Sinn. Durch seine Kellerbehandlung und nicht zuletzt die bis zu zweijährige Lagerung nach Bordeaux-Art in jeweils neuen barriques aus Limousin-Eiche, entsteht ein nahezu französischer Rotwein: charaktervoll und von großer Rasse, reift er nach einigen Jahren zu einem bemerkenswert feinen und eleganten Wein heran, der zwar nicht ganz die Größe des Sassicaia erreicht, aber nicht nur allen übrigen Weinen desselben Erzeugers (Antinori) deutlich überlegen ist, sondern auch zu den bemerkenswertesten Weinen Italiens zählt.

Tocai
Der Tocai ist eine italienische Rebsorte, die nichts mit dem Tokajer und seinen Reben gemein hat und insbesondere im Nordosten des Landes zwischen Gardasee und jugoslawischer Grenze sehr verbreitet ist. Die besten, der aus ihr erzeugten, mitunter hervorragenden, körperreichen und charaktervollen Weißweine, dürften vom Collio stammen, doch bringt die Rebe auch in fast allen übrigen Bereichen von Friuli Venezia Giulia, ebenso am Piave, z.T. beachtliche Weine hervor. Die Farbe ist ein leuchtend kräftiges Gelb mit zitronengelben Reflexen, im Bukett sehr fein mit einer süffigen und charaktervollen Duftnote. Ein trockener Wein mit elegantem Grundgeschmack nach Mandeln, der von leicht aromatischen Noten überlagert wird

Torcolato
Besonderer, sehr seltener italienischer Weißwein aus Breganze, der aus luftgetrockneten Trauben, die erst einige Monate nach der Lese gekeltert und vergoren werden, erzeugt wird. Meist werden dafür Vespaiola, Garganega und Tocai verwandt. Der Wein hat einen hohen Alkoholgehalt (um 15 % vol.) und eine dezente Süße und in jedem Fall Charakter. Er gehört zu den hervorragendsten italienischen Likörweinen. Maculans Stolz, der sich weltweit Wertschätzung und Anerkennung erworben hat.

Valpolicella
Valpolicella ist das unmittelbar nördlich von Verona gelegene Weinbaugebiet, aus dem einer der bekanntesten und verbreitetsten Rotweine des Veneto kommt. Das Ursprungsgebiet des Valpolicella, die heutige classico-Zone, liegt nordwestlich von Verona am Eingang zum Etschtal und beschränkt sich auf die 5 Gemeinden Negrar, Fumane, Marano, San Pietro in Cariano und Sant' Ambrogio di Valpolicella. Östlich davon liegen der Valpantena-Bereich und weitere Teile des Anbaugebietes, das sich bis zum Gebiet des Soave erstreckt. Der Valpolicella wird ungefähr zur Hälfte (40-70%) aus Corvina-Reben erzeugt, während die verbleibenden Anteile auf Rondinella und (weniger) Molinara entfallen. Kleine zusätzliche Anteile von Negrara, Barbera, Sangiovese u. a. Sorten sind zulässig. Ein gutgemachter, junger und frischer Valpolicella zählt fraglos zu den köstlichsten Schoppen- oder Karaffenweinen, die es gibt. Anspruchsvollere Qualitäten, mit mindestens 12% vol. Alkohol und 15 Monaten Lagerzeit, können als Superiore in den Handel kommen und können ausgezeichnete, rassige und höchst ansprechende Weine sein. Schließlich wird aus dem Valpolicella noch ein Recioto erzeugt, der zwischen 14 und 17 % vol. Alkohol aufweist, üppig, körperreich und lieblich ist. Wenn er trocken ausgebaut wird, was heute meist der Fall ist, trägt er die zusätzliche Bezeichnung Amarone. Er kann dann ganz hervorragend, von erstaunlicher Rasse und Feinheit, und ungeachtet seines Alkohol- und Körperreichtums, sehr differenziert und charaktervoll sein .

Verduzzo
Verduzzo ist eine alte nordostitalienische Weißweinsorte, die in Friuli-Venezia Giulia (Colli Orientali del Friuli, Grave del Friuli, Isonzo und Latisana) und im benachbarten Piave-Gebiet sehr verbreitet ist. Zumeist wird aus ihr ein trockener, mitunter sehr ansprechender Weißwein erzeugt. Bei Ramandolo und einigen anderen Orten der Colli Orientali wird aus ihr ein süßer Likörwein bereitet, der zu den besten Italiens zählt und, wenn vollends gelungen, in seiner samtig-rassigen, feinen Art jedem Vergleich mit sehr guten Sauternes-Weinen standhalten kann. Wenn er von dem Weingut Ronchi di Cialla u.a. führenden Erzeugern stammt, übertrifft er praktisch jeden Picolit an Qualität.

Vino da tavola
Vino da tavola ist die italienische Bezeichnung für Tafelwein. Nach dem Gesetz gibt es in Italien heute zwei verschiedene Tafelweine, den einfachen Tafelwein, der ca. 70% der italienischen Weinerzeugung ausmachen dürfte, und den Tafelwein mit geographischer Herkunftsbezeichnung (Vino da tavola con indicazione geografica), der eine administrative geographische Einheit (von Kommune bis Region, aber keine Lage) angeben und dann auch die Rebsorte nennen darf, aus der er stammt. Diese Weine bedürfen staatlicher Approbation, bevor sie in den Handel gelangen. Anders als in den übrigen EU-Ländern ist es eine Folge der italienischen Weingesetzgebung, daß sich italienische Tafelweine nicht mühelos in die europäische Qualitätshierarchie einfügen, wie es den Intentionen des Gesetzgebers entsprechen würde. Die Starrheit der DOC-Bestimmungen schließt mitunter selbst hervorragende Weine von dem Qualitätsweinsiegel aus. So ist der Sassicaia, den viele für einen der besten italienischen Weine überhaupt halten, rechtlich ein schlichter Tafelwein, ebenso wie der Schioppettino, Tignanello, Fiorano, Regaleali u. a. herausragende italienische Weine.

Vino Nobile di Montepulciano
Vino Nobile di Montepulciano ist ein italienischer Rotwein, der im wesentlichen aus Prugnolo gentile (Sangiovese grosso) mit Zusätzen von Canaiolo, Trebbiano, Malvasia und eventuell zwei weiteren Sorten in der Umgebung von Montepulciano im Süden der Toskana erzeugt wird. Seit der Ernte 1980 darf dieser Wein die höchste italienische Prädikatsstufe der DOCG führen. Er muß mindestens zwei Jahre im Holzfaß gelegen haben, bevor er in den Handel gebracht werden darf (nach drei Jahren als riserva). Die Weine können sehr unterschiedlicher Qualität sein; stammen sie jedoch von einem erstklassigen Erzeuger, wird daraus ein wahrhaft nobler Wein von großer Rasse und Eleganz, der zu den besten Italiens zählt. Einem hervorragenden Chianti classico durchaus überlegen, vermag er selbst den besten Brunello zu übertreffen!

Vino Santo
Italienischer Weißwein, vornehmlich aus der Toskana, wo er meist Vin Santo genannt wird. Man bereitet ihn aus luftgetrockneten, teilrosinierten Trauben, meist aus Malvasia und Trebbiano. Er ist goldfarben, recht süß und hoch im Alkohol (um 16% vol.), samtig-weich und wird normalerweise nach zweijähriger oder längerer Lagerung in kleinen Fässern (50l) unter dem Dach in Flaschen abgefüllt. Er wird durchweg nur in kleinen Mengen für den eigenen Bedarf erzeugt und kommt selten in den Handel.

 
 
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